Familie Rochmann

Holzgasse 48

Zilly Rosa Rochmann
* 13. August 1931 in Siegburg
 
Edith Rochmann
* 3. Oktober 1939 in Siegburg
Johanna Rochmann, geb. Kessler
* 20. Februar 1904 in Köln
† 15. Juni 1942 mit ihren Kindern deportiert, Todesort und -datum von allen unbekannt
Kurt Rochmann
* 2. März 1933 in Siegburg
Johann Ignacy Rochmann
* 10. November 1893 in Warschau
† 4. September 1941 in Buchenwald

Im Gegensatz zu den nicht restlos aufzuklärenden Todesumständen von Johanna Rochmann und ihren drei Kindern ist das Leben der Familie relativ gut dokumentiert.

1925 führte der aus Polen eingewanderte Vater Johann Ignacy - genannt Ignaz - Rochmann in der Kaiserstraße 14 ein Geschäft für Zigarren, Tabake, Seifen, Leder- und Galanteriewaren. Er heiratet die Kölnerin Johanna Kessler, die dadurch ihre deutsche Staatsbürgerschaft verliert.

Am 29. Oktober 1938 werden die Eltern und ihre Kinder Zilly Rosa und Kurt im Rahmen der "Polenaktion" abgeschoben, kehren aber im Juli 1939 nach Siegburg zurück. Sie kommen, inzwischen mittellos, in der Holzgasse 48 unter. Kurz darauf, vor der Geburt des dritten Kindes Edith, bringt man Ignaz ins KZ Buchenwald. Am 4. September 1941 fällt er als erster Siegburger dem Rassenwahn zum Opfer.

Johanna und die Kinder verlassen Siegburg vom "Judenhaus" an der Brandstraße. Am 15. Juni besteigen sie in Bonn den Transport ins Durchgangslager Izbica. Hier verliert sich die Spur. Wahrscheinlich endet ihr Leben im Vernichtungslager Lublin-Majdanek.

Seit 2009 erinnert ein Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof an der Heinrichstraße an ihr Schicksal.

 

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Familie Rochmann
Holzgasse 48
53721 Siegburg